|
Das zuständige Ministerium erklärte in seinem Schreiben, Acción Ecológica habe gegen seine Gründungsziele verstoßen und die Aktivitäten nicht mit dem Ministerium abgestimmt. Doch der eigentliche Hintergrund scheint die aktive politische Rolle von Acción Ecológica zu sein. Dazu gehören die Proteste von Acción Ecológica gegen das im Januar verabschiedete Bergbaugesetz. Umweltschützer und Indigene befürchten von den geplanten riesigen Bergbauprojekten ausländischer Unternehmen massive Umweltzerstörung und soziale Konflikte, während Präsident Correa damit einen Teil seines Staatshaushalts zu finanzieren gedenkt.
Das Verhältnis zwischen Correa und den Umweltorganisationen im Land ist bereits seit dem Wahlkampf 2006 angespannt. Zum Standardrepertoire des Präsidenten gegen Umweltschützer, Indigene und protestierende Kleinbauern, die angeblich der Entwicklung Ecuadors im Weg stünden, gehören seit langem Verbalattacken wie „infantile Umweltschützer und Indigene“, „Linksradikale“, „Kanaillen und Kriminelle“ sowie „Terroristen“. “Es gibt viele dieser NGOs, die machen, wozu sie Lust haben, sie mischen sich in die Politik ein (…). Es ist ein Chaos, aber wir sind schon dabei das Chaos aufzuräumen”, erklärte Präsident Rafael Correa jetzt per Radio-Interview. (…) Unsere Idee ist, dass 95% absolut keine gesetzlichen Anforderungen erfüllen, deshalb sind wir dabei eine umfassende Reinigung durchzuführen”. Acción Ecológica bittet, sich an der Protestmailaktion zu beteiligen. Quelle: www.regenwald.org Laut TAZ.de vom 11.03.2009 wurde Accion Ecologica nur kurzfristig, quasi zur Erneuerung, die Lizenz entzogen. |